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Feigen – das Superfood aus der Mittelmeerregion


Schon in der Antike waren Feigen als Snack sehr beliebt – bei den Römern und Griechen. Heute sind frische Feigen ein beliebtes und schmackhaftes Superfood.


Was sind Feigen?

Die Feige ist die Frucht des Feigenbaums, einer der ältesten domestizierten Nutzpflanzen und im Mittelmeerraum beheimatet. Es gibt verschiedene Feigenbaumarten. Hierzu gehören:


  • Bockfeigen
  • Smyrna Feigen (Türkei)
  • Calamata-Feigen (Griechenland)
  • Bougie-Feigen (Algerien)
  • Fraga-Feigen (Spanien)
  • Bari-Feigen (Italien)

Alle Feigensorten verfügen über einen süßlich-aromatischen Geschmack. Feigen können mehrfach im Jahr von einem Baum geerntet werden. Die Heimat der Echten Feige ist Südwestasien ums Kaspische Meer herum und war einst im gesamten Mittelmeerraum anzutreffen. An gut geschützten Stellen in Weinbauregionen können auch Feigenbäume gedeihen. Damit die Feigen reifen benötigen sie warme Sommer und milde Winter. Hauptanbaugebiete für Feigen sind heute die Türkei, Marokko, Algerien und Ägypten, der Iran und Spanien sowie die USA und Griechenland. Feigen kommen meist in getrockneter Form auf den Markt. Getrocknet werden die Feigen in Heißluftöfen. Als Trockenobst werden Feigen am häufigsten angeboten. Feigensaft wird als Dessertwein angeboten im Handel. In Portugal und Spanien wird Feigenkäse hergestellt. Feigenkaffee ist aus gerösteten Feigen hergestellt. Verfeinern lassen sich mit Feigen Obstsalate und Müslis, aber auch das Porridge. Ein leckeres Früchtebrot enthält ebenfalls Feigen nach den traditionellen Rezepten.


Inhaltsstoffe und Nährwerte

Der Hauptbestandteil von Feigen ist Wasser. Der Wassergehalt liegt bei 80 Prozent. Reife Feigen enthalten ca. 1,3 Prozent Protein und 0,5 Prozent Fett sowie 12,9 Prozent Kohlenhydrate. Ballaststoffe sind zu 4,5 Prozent und Mineralstoffe zu 0,7 Prozent in Feigen enthalten. Der Anteil von Phosphor, Folsäure, Biotin, Zink, Kalzium und Eisen ist unter den Mineralstoffen besonders hoch. Feigen sind zudem reich an Vitamin B1. Getrocknete Feigen verfügen über einen hohen Fructose-Gehalt. 100 Gramm frische Feigen haben gerade einmal 63 kcal. Getrocknete Feigen weisen allerdings pro 100 Gramm 247 kcal auf.


Wirkweisen

Feigen in der dunklen Jahreszeit verzehrt heben die Stimmung und wirken sehr gut gegen die Müdigkeit, von der viele in der dunklen Jahreszeit betroffen sind. Dieses Superfood ist auch darmregulierend und darmreinigend. Grund dafür sind die kleinen unverdaulichen Kerne der Feigen, die im Darm aufquellen und den Verdauungstrakt reinigen und die Darmflora stärken und regt die Verdauung an. Feigen eignen sich daher hervorragend als Obstsorte im Rahmen einer Diät. Das Superfood gilt zudem als sättigend und immunstärkend. Die weiße Milch von frisch geernteten Feigen und deren Blätter wird für die Linderung von Insektenstichen eingesetzt und als Hilfsmittel für die Beseitigung von Warzen.


Wie gesund sind Feigen?

Dieses Superfood verfügt über einen hohen Gehalt an Ballaststoffen und ist in der Lage zahlreiche Enzyme freizusetzen. Feigen als Trockenfrucht hat auch bei Profi-Sportlern und deren ernährungstechnischen Beratern einen hervorragenden Stellenwert. Feigen als Trockenobst eignen sich sehr gut als Snack bzw. Zwischenmahlzeit und geben einen Energieschub. Auch für Haut und Haare und Knochen sind die Inhaltsstoffe von Feigen ein guter Schub.


Dosierung

Durch den hohen Kohlenhydratgehalt ist es wichtig immer im Kopf zu behalten – besonders im Rahmen einer Diät – dass Zucker immer Zucker ist. Aus diesem Grund sollten Feigen gerade im Rahmen einer Diät nicht im Übermaß genossen werden. Dies gilt vor allem für getrocknete Feigen, die auch eine hohe Kalorienzahl haben.


Alternativen

Für den Fall, dass eine Feigen-Allergie vorliegt bzw. einem die Ökobilanz von Feigen nicht zusagt, da diese importiert werden müssen, können diese Früchte durch andere Früchte in Rezepten ersetzt werden. Eine vergleichbare Konsistenz und einen ähnliche Süßegrad weisen Aprikosen auf. Im getrockneten Zustand lassen sich Feigen durch Rosinen oder Sultaninen ersetzen oder getrocknete Aprikosen.