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Goji Beere – die Königin unter den Superfoods.


Goji Beeren sind aus den Regalen in den Supermärkten nicht wegzudenken. Allgemein gilt die Goji Beere als Königin der Superfoods.


Was sind Goji Beeren?

Goji Beeren machen optisch gesehen erst einmal keinen perfekten Eindruck. Die Beeren sind klein, rot und recht verschrumpelt. Dieses Superfood stammt aus China und der Mongolei und wird in der dortigen Heilmedizin schon seit langer Zeit verwendet. Der Bocksdornbaum oder Gemeiner Bocksdorn gehört zu den Nachtschattengewächsen. Entsprechend werden die Früchte als Bocksdornfrucht oder als Wolfsbeere bezeichnet. Darüber hinaus trägt die Beere auch den Namen Glücksbeere und natürlich Königin der Superfoods. Die Beeren haben einen süßlichen Geschmack im frischen Zustand, werden meist aber als Dürrobst angeboten und auch als Marmelade und Kapselform. Im frischen Zustand ähnelt die Beere der Hagebutte vom Äußeren her. Goji Beeren enthalten dabei 10 bis 60 winzige gelbe Samen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden mit Goji-Beeren verschiedene Beschwerdebilder schon seit Jahrtausenden behandelt. Das Superfood ist daher ein fester Bestandteil der TCM. Das Superfood ist vom Geschmack her einzuordnen als


  • äußerst süß
  • leichte säuerliche Note
  • Geschmack zwischen Cranberry und Kirsche
  • d

Einige Sorten enthalten einen etwas höheren Anteil an Bitterstoffen. Von der Konsistenz her sind Goji Beeren knackig.


Inhaltsstoffe und Nährwerte

Dieses Superfood enthält reichlich Vitamin C, was sie in den Augen von vielen zum Superfood macht. Dabei hat das Superfood einen Ruf als Anti-Aging-Produkt und gerade einmal 83 Kalorien pro 100 Gramm. Der Abnehmeffekt, der in den Beeren offensichtlich steckt liegt allerdings im zu 48 Milligramm enthaltenen Vitamin C auf 100 Gramm – in getrockneten Früchten. Enthalten sind zudem reichlich Aminosäuren, Carotinoide und 21 Spurenelemente sowie wertvolle Ballaststoffe. Fett ist in diesem Superfood nicht enthalten. Erwähnenswert ist der Calcium-Gehalt, der um 1,5-mal höher ist als in Milch. Essentielle Fettsäuren und viel Eisen sind ebenfalls reichlich enthalten wie auch jede Menge wertvoller Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, wie Lutein und Zeaxanthin. Goji Beeren verfügen aus diesem Grund über einen hohen ORAC-Wert.


Wirkweisen

Die kleinen roten und verschrumpelten Beeren aus China sollen die Produktion des menschlichen Wachstumshormons ankurbeln. Darüber hinaus wird diesem Superfood nachgesagt, dass es Schlafprobleme lindern kann. Zudem sollen Goji Beeren sogar gegen Krebs vorbeugend wirken und einen positiven Effekt auf die Augen haben.


Wie gesund sind Goji Beeren?

Die Erwartungen an die Königin des Superfoods – die Goji Beere – sind sehr hoch. Doch allein der hohe Vitamin C-Gehalt kann leider nicht verbergen, dass es kaum wissenschaftliche Belege für die Wirkweisen der Beeren gibt. Die wenigen Humanstudien, die über dieses Superfood vorliegen, genügen den wissenschaftlichen Kriterien nicht. Dass die Beeren schon seit langer Zeit in der TCM angewandt werden, ist ebenfalls nur schwer belegbar. Dennoch kann gesagt werden, dass durch den hohen Vitamin C-Gehalt – der nachgewiesen ist – durchaus die eine oder andere Wirkweise von diesem Superfood durchaus zutreffend ist. Vorsicht ist geboten beim Verzehr von Goji Beeren während der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten. Hier kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Zudem gibt es die Vermutung, dass diese aus der Ferne stammenden Früchte, mit Pestiziden belastet sind.


Dosierung

In getrockneter Form sollten täglich nicht mehr als 6 bis 15 Gramm Goji Beeren verzehrt werden.


Alternativen

Auch wenn die Goji Beere als die Königin der Superfoods gilt, gibt es Alternativen, vor allem weil die Goji Beeren importiert werden müssen. Geht es um den Vitamingehalt, kann auch auf heimische Beerensorten zurückgegriffen werden, wie Erdbeeren und Himbeeren. Und auch Lutein und Zeaxanthin und andere sekundäre Pflanzenstoffe finden sich in vielen mitteleuropäischen Obstsorten, zu deren Wirkung beim Abnehmen und andere Wirkweisen auch entsprechende Studien vorliegen.