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Superfood Dinkel – das gesunde Getreide


Dinkel oder Spreiz ist unter vielen Trivialnamen bekannt, wie Spelt, Vesen oder Fesen und Schwabenkorn und ein Superfood.


Was ist Dinkel?

Dinkel ist eine Getreideart, die zur Gattung des Weizens gehört. Entstanden ist die Getreideart wohl durch eine Mutation älterer Weizenarten wie dem Einkorn und dem Emmer. Die Getreideart stammt ursprünglich aus der Region des nördlichen Indiens und der etwas nördlich liegenden Region. Angebaut wird das Superfood heute vornehmlich im Süden von Skandinavien und in Mitteleuropa. Große Anbaugebiete fanden sich in vorchristlicher Zeit im heutigen Rumänien, Bulgarien und in Polen, aber auch in Dänemark. Dinkel war früher eine bedeutende Handelsware. Regelrecht wiederentdeckt wurde der Dinkel von Hildegard von Bingen. Das geerntete unreife Getreide ist Grünkern, der als Basis für Suppen verwendet wird. Backtechnisch lässt sich Dinkel nicht so gut verarbeiten, erfreut sich aber im Biobereich und bei Allergikern großer Beliebtheit. Und auch in der Kindernahrung ist Dinkel inzwischen eine Alternative zu anderen Weizenarten. Heute sind vor allem drei Dinkelsorten von wirtschaftlicher Bedeutung, und zwar


  • Schwabenkorn
  • Franckenkorn
  • Oberkulmer Rotkorn

Verarbeitet wird Dinkel zu Dinkelmehl, Dinkelbier und Dinkelkaffee. Es handelt sich hier um eine Getreideart, von der es helle und geschälte Sorten gibt. Die Verwendung von Dinkel in der Ernährung bedeutet daher nicht automatisch, dass es sich um ein Vollkorn handelt.


Inhaltsstoffe und Nährwerte

Im Vergleich zu Weizen hat Dinkel einen höheren Kieselsäuregehalt und zeigt zu Weizen auch recht große Unterschiede zu Weizen. Denn Dinkel enthält kein ω-Gliadin. Dieses Superfood hat dabei einen geringen Fettanteil und einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und Protein und Waser. An Mineralstoffen sind enthalten Natrium, Magnesium, Kalium, Calcium und Mangan, aber auch Eisen, Silizium (Kieselsäure) und Zink sowie Phosphor und Vitamin B6 und E sowie Vitamin A und Vitamin B2. Dinkel enthält zudem die Aminosäure Tryptophan. Der physiologische Brennwert von 100 Gramm des Getreides liegt bei 338 kcal. Dinkel kann mit anderen Getreidesorten verarbeitet werden, zu Brot oder Brötchen. Eine Scheibe Dinkelbrot hat durchschnittlich 50 kcal.


Wirkweisen

Durch seinen hohen Anteil an hochwertigem Protein können auch Sportler vom Verzehr von Dinkelprodukten profitieren. Die enthaltenen Mineralstoffe wie Magnesium sind für die Muskelfunktion von Bedeutung. Magnesium wirkt zudem als Anti-Stress-Mineralstoff. Und das reichlich enthaltene Eisen in diesem Superfood sorgt für eine ausreichende Blutbildung. Die B-Vitamine in Dinkel sorgen für einen reibungsloseren Nervenstoffwechsel. Die enthaltene Aminosäure Tryptophan fördert die Serotonin-Produktion.


Wie gesund ist Dinkel?

Dinkel enthält mehr Silizium (Kieselsäure) als Weizen. Dieses Spurenelement hält Nägel und Haut gesund. Gesund ist Dinkel aus dem Grund, weil die Stärke in dieser Getreideart rasch hydrolysiert. Aus Dinkel hergestellte Nahrungsmittel können daher ideal für eine Diät verwendet werden. Für eine bessere Verträglichkeit von diesem Superfood gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege bisher. Bei Weizenunverträglichkeit kann allerdings Dinkel verwendet werden. Der Grund dafür liegt wissenschaftlich gesehen allerdings auch noch immer im Dunkeln. Das Superfood ist dabei nicht glutenfrei. Durch seine zarte Faserstruktur ist diese Getreidesorte gut wasserlöslich. Dinkel wird daher auch von jemanden gut vertragen, der Magen-Darm-Probleme hat. Wie gesund Dinkel ist erkannte nicht nur Hildegard von Bingen. Die Getreidesorte begeisterte auch Pfarrer Sebastian Kneipp. Gerösteten Dinkel nutzte dieser als Kaffeeersatz und machte den Muckefuck berühmte.


Dosierung

Dinkelbrot oder Dinkelbrötchen und andere Produkte aus diesem Getreide können so oft und so viel verspeist werden, wie man möchte. Zu einer Überdosierung wird es nicht kommen. Im Rahmen einer Diät ist positiv, dass Dinkelprodukte weniger Kalorien haben als andere Getreideprodukte. Das heißt, dass statt einer Scheibe Brot gerne auch zwei verzehrt werden können, um auf die kcal-Zahl zu kommen.


Alternativen

Ist kein Dinkel zur Hand, kann auch Weizen verwendet werden. Beide Getreidesorten sind sich von ihren Nährstoffen her sehr ähnlich. Bei einer Glutenunverträglichkeit können weder Dinkel noch Weizen verwendet werden.