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Leinsamen –


Die kleinen Leinsamen stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe. Diese machen die Samen zu einem wahren Superfood.


Was sind Leinsamen?

Leinsamen sind die Früchte des Flachses, genauer gesamt dem Gemeinen Lein. Je nach Sorte haben die Samen eine gelbe oder braune Schale. Flachs ist eine Kulturpflanze und wird vor allem in Ländern kommerziell angebaut, zum Beispiel in China, Russland, Belarus, der Ukraine, Ägypten, Tschechien, Frankreich, in den Niederlanden, in den USA und in Kanada. In einigen Regionen der Welt wurde der Lein schon vor 5000 Jahren kultiviert. Leinsamen und Leinöl dienten schon den alten Griechen als Heilmittel gegen eine ganze Reihe von Beschwerden.
Leinsamen sind vom Geschmack her nussig und von der Form her flach. Leinsamen können roh verzehrt werden. Zudem kann dieses Superfood geröstet und gebacken und gebraten werden.
Hergestellt wird aus den Samen auch das Leinöl, das kaltgepresst und nur gekühlt verwendet wird. Wegen seiner zahlreichen Inhaltsstoffe und der vielfältigen Wirkweise sind Leinsamen, die auch Leinsaat genannt werden, als Superfood bezeichnet.
Verwendung finden Leinsamen als


  • Mehlersatz zum Backen von Brot und Brötchen
  • Basis für Suppen
  • Getränk
  • Ei-Ersatz

Leinöl kann zu Verfeinerung von Salaten dienen.


Inhaltsstoffe und Nährwerte

Die wertvollen Inhaltsstoffe von diesem Superfood befinden sich vor allem in der Schale der Samen. Leinsamen enthalten pro 100 Gramm rund 40 Prozent Fett, wobei es sich hier zum größten Teil um die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die Alpha-Linolensäure handelt. Zu den weiteren wichtigen Inhaltsstoffen von diesem Superfood gehören


  • Schleimstoffe
  • Linamarin
  • Lecithin
  • Eiweiß
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin E
  • Paantothensäure
  • Sterine

Das Superfood enthält ferner cyanogene Glycoside, also eine Blausäure-Vorstufe. Auf 100 Gramm Leinsamen kommen 50 Milligramm Blausäure. Durch Erhitzen, Backen oder Braten werden die Glykoside zerstört. Leinkuchen, ein Nebenprodukt der Leinölherstellung, enthält Lignane.


Wirkweisen

Leinsamen kann als natürliches und nicht apothekenpflichtiges Abführmittel frei verwendet werden. Verstopfen lösen die Inhaltsstoffe von diesem Superfood zuverlässig. Leinsamen verfügen daher über eine abführende, genauer gesagt stuhlregulierende Wirkung. Diese Wirkung beruht auf den in den Samen enthaltenen Schleimstoffen. Die Inhaltsstoffe sorgen zudem dafür, dass ein weicher Stuhlgang entsteht. Dank der Quellung des Samens im Darm wird die Darmwand gedehnt, was den Entleerungsprozess auslöst. Werden die Samen zuvor aufgebrochen, verstärkt sich die Wirkung auf die Anregung der Darmstätigkeit. Verwendet werden kann das Superfood auch als Rollkur bei Gastritis. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Schleimstoffe Prostatakrebs und Brustkrebs vorbeugen können.
Leinkuchen hat eine erweichende und schmerzlindernde Wirkung beim Vorliegen einer Gallenblasenkolik und anderen Erkrankungen von Galle oder Leber. Hier sind es speziell die in dem Leinkuchen enthaltenen Lignane, die eine antioxidative Wirkung auslösen. Leinkuchen wird auch im Rahmen der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt. Die Wirkung von Leinsamen auf den Darm setzt erst einige Tage nach dem ersten Verzehr ein, wobei an den Folgetagen weiterhin Leinsamen eingenommen werden müssen. Dass die Verdauung wieder auf Trab kommt, dauert es in der Regel zwei bis drei Tage nach der ersten Einnahme.


Wie gesund sind Leinsamen?

Leinsamen gilt allgemein als gesund. Es liegen in Bezug auf die Inhaltsstoffe und auch auf die Wirkweisen eine Reihe von Studien vor. Leinsamen können die Verdauung aber nur dann anregen und beim Abnehmen bzw. der Fettverbrennung helfen bzw. Darmbeschwerden beseitigen, wenn der Körper gleichzeitig über eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr verfügt.
Ohne die Flüssigkeitszufuhr kann es im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss kommen. Grund dafür ist, dass die in den Samen enthaltenen Schleimstoffe die Darmwände regelrecht verkleben. Die Wirkung von Leinöl ist ebenfalls sehr gut. Von allen bekannten Pflanzenölen hat das aus den Leinsamen gewonnene Leinöl den höchsten Anteil an mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, der Alpha-Linolensäure.


Dosierung

Da Leinsamen in geringer Menge Blausäure enthalten, wird eine maximale Dosis von dreimal täglich 15 Gramm, also am Tag 45 Gramm empfohlen. Die beste Methode Leinsamen einzunehmen ist unzerkleinert. Täglich können bis zu drei Esslöffel eingenommen werden. Wichtig ist, dass auf eine Menge von 10 Gramm 150 Milliliter Flüssigkeit dazu eingenommen werden.


Alternativen

Als Alternative zu Leinsamen können Chiasamen verwendet werden. Zu den weiteren Alternativ zu Leinsamen gehören Flohsamenschalen.