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Hanfsamen – gesund und vielseitig


Hanfsamen und Hanföl halten immer mehr Einzug in die Küche. Das Öl und die Samen haben ihren Ursprung im Nutzsamen, dessen Verwendung völlig legal ist.


Was ist Hanfsamen?

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die es gibt. Erstmals bauten die Chinesen vor mehr als 2000 Jahren Nutzhanf an. Das Superfood geriet irgendwann in Vergessenheit und in Verruf. In Deutschland war der Anbau von Hanf lange verboten und wird seit 1996 wieder kultiviert. Der Nutzhanf gilt seither auch wieder als vollkommen legal. In vielen antiken Zivilisationen gehörten Hanfsamen zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Bei den Hanfsamen handelt es sich um die einsamigen Nüsschen des Nutzhanfs. Süßlich und nussig ist der Geschmack dieser Samen. Aus den Samen wird auch Hanföl hergestellt, das wiederum in der Medizinbranche verwendet wird und auch in der Lebensmittelindustrie. Aus Nutzhanf werden neben Hanföl (aus Hanfsamen) zudem hergestellt:


  • Hanfmilch
  • Hanfmehl
  • Hanfbutter
  • Hanfbier
  • Hanftee
  • Hanfkekse
  • Hanfschokolade
  • Hanfpulver

Hanfsamen werden mit und ohne Schale im Handel angeboten. Geschälte Hanfsamen passen sehr gut zum Verfeinern von Müslis, Dips, Desserts, Salaten, Porridge, Overnight Oats, Saucen, Pesto und Smoothies. Ungeschälte Samen können in der Pfanne geröstet und auch gebacken werden. Hanfsamen können auch zu Hanfmehl verarbeitet werden und haben keine berauschende Wirkung. Hanföl wird zum Verfeinern von Salatdressings, Marinaden, von Dips und von Smoothies verwendet.


Inhaltsstoffe und Nährwerte

Das Superfood enthält zwar Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), aber in nur sehr geringen Mengen. Der THC-Anteil liegt allerdings bei unter 0,3 Prozent. Des Weiteren erhalten Hanfsamen hohe Mengen an Vitamin B1, B3 und Vitamin E sowie Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Calcium, Kalium und Magnesium. Die Schalen der ungeschälten Hanfsamen enthalten reichlich Ballaststoffe. Das Superfood ist zudem glutenfrei und enthält Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren. Die Nährwerte von geschälten und ungeschälten Hanfsamen sind unterschiedlich. Geschälte Samen haben einen weniger hohen Gehalt an Kohlehydraten. Bei geschälten Samen liegt dieser Anteil bei 2 Gramm und bei ungeschälten bei 7,4 Gramm. Der Eiweißgehalt von geschälten Samen liegt indes bei 30 Gramm, während der von ungeschälten nur bei 20 Gramm liegt. Hanfsamen sind zudem frei von Cholesterin. 100 Gramm ungeschälte Samen enthalten dabei 450 kcal und geschälte Samen 650 kcal.


Wirkweisen

Dieses Superfood gilt als üppiger Vitamin B2-Lieferant. In Hanfsamen befindet sich mehr Vitamin B2 als in Milchprodukten oder Fleisch, was bedeutet, dass die Samen eine große Rolle bei der Bildung der Stresshormone spielen und beim Muskelaufbau, aber auch in Bezug auf Schilddrüsen- und Hautgesundheit. Der in den Samen enthaltene hohe Anteil an Vitamin E und Zink wirkt indes antioxidativ und schützt daher vor den Einflüssen der freien Radikalen. Die vor allem in den ungeschälten Hanfsamen enthaltenen hohen Anteile an Ballaststoffen sorgen für eine gute Verdauung und binden Wasser im Darm. Sättigend ist dieses Superfood auch und sorgt so für eine Gewichtsregulation. Hanfsamen werden zudem entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.


Wie gesund ist Hanfsamen?

Dass der regelmäßige Verzehr von Hanfsamen höchstwahrscheinlich sehr gesund ist, dafür spricht unter anderem der Gesundheitszustand und das Alter einer Vielzahl von Bewohnern des Dorfes Bama Yao in China, die über 100 Jahre alt sind. Diese verzehren schon solange sie denken können Hanfsamen und erfreuen sich bester Gesundheit. Zu verdanken ist dies dem Füllhorn an Vital- und Nährstoffen in den Samen und auch im Hanföl. Diese Stoffe sorgen dafür, dass sich der natürliche Alterungsprozess verlangsamt und die Entstehung von Krankheiten verhindert und das Immunsystem allgemein stärkt. Der wissenschaftliche Nachweisprozess der modernen Wissenschaft in Bezug auf Hanfsamen und Hanföl hat gerade erst begonnen. Zu lange wurden die Produkte aus Nutzhanf sträflich vernachlässigt, so dass sie sogar einen Ruf von etwas nicht Legalem erreichten. Grund für den Verruf des Hanfs war die Verwechslung des THC-haltigen Hanfs, aus dem Rauschmittel hergestellt werden können. Die Wissenschaft befasste sich deshalb fast ausschließlich mit den schädlichen Auswirkungen von Hanf.


Dosierung

Bei Hanfsamen ist bei der Dosierung darauf zu achten, dass die Samen im Magen aufquellen und ballaststoffreich sind. Ein höherer Konsum kann zu Durchfall und einem Völlegefühl führen. Ein Esslöffel am Tag werden daher empfohlen.


Alternativen

Eine Alternative zu Hanfsamen sind Chiasamen. Hanfsamen indes kann als Alternative gelten, wenn eine Soja-Allergie vorliegt oder eine Nussallergie. Hanföl kann indes durch Kürbiskernöl ersetzt werden.