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Ernährungsumstellung statt Diät


Anders als in den letzten Jahrzehnten hört man vermehrt das Wort Ernährungsumstellung und wie gut diese doch funktioniert. Viele haben da aber ihre Zweifel. Denn oftmals wird die Umstellung der Ernährung als einfach angepriesen. Ärzte raten teils auch vor anderen Therapien bei bestimmten Anzeichen einer Erkrankung zum Griff zu anderen Lebensmitteln bevor konventionelle Therapien aus der Schulmedizin zum Einsatz kommen. Tatsächlich können Allergien mit dem Weglassen schon von wenigen bestimmten Lebensmitteln kuriert und Krankheiten, die Herz und Kreislauf betreffen, gelindert werden. Doch was bedeutet eine Ernährungsumstellung konkret – für den Körper und auch für die Seele?


Was bedeutet Umstellung der Ernährung?

Wer Umstellung seiner Ernährungsweise empfohlen bekommt oder anstrebt, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er auf viele Nahrungsmittel, die er mag, möglicherweise verzichten muss. Ein Teil der Lebensmittel, die bisher verzehrt wurden, können in vielen Fällen auch weiterhin in den Speiseplan eingebaut werden. Sogenannte schlechte Nahrungsmittel sollten allerdings umgehend aus dem Vorratsschrank verschwinden und auch nicht mehr gekauft werden. Eine Ernährungsumstellung ist eine gute Alternative zu einer Diät. Wobei eine Diät letztlich auch nichts anderes ist als eine Umstellung der Ernährung. Wer keine Crash Diät macht, der kann bei vielen Diätformen die sich dann eingespielte Ernährungsweise auch weiterhin fortführen. Dann kann man von einer dauerhaften Umstellung der Ernährung sprechen. Wer indes nach einer Diät wieder damit beginnt in alte Essmuster zurückzufallen, der riskiert einen Jojo-Effekt.


Ausgewogen die Ernährung umstellen

Welche Nahrungsmittel sind gut, welche sind schlecht? Wer hier etwas Hilfe benötigt, kann die Ernährungspyramide zur Hilfe nehmen. Hier handelt es sich die zeichnerische Darstellung mit selbsterklärenden Ampelfarben, denen Lebensmittel zugeordnet sind. Diese Darstellung ganz ohne Kalorienangaben kann den äußeren Rahmen dessen vorgeben, was im Rahmen einer Umstellung der Ernährung auf dem Tisch landen kann.


Die Ernährungspyramide einach erklärt

Die Nahrungsmittel sind dabei in Gruppen gegliedert. Auf der unteren Stufe befinden sich Zeichnungen von Getränken. Die zweite Stufe ist von Obst und Gemüse besetzt und die dritte Stufe von Getreide und Kartoffeln. Milchprodukte, Fisch und Fleisch folgen als weiterer Baustein etwas kleiner dargestellt. An der Spitze finden sich letztlich die Zutaten, aus denen die Nahrung möglichst nur zu einem geringen Teil bestehen sollte – Zucker und Fette. Wer sich im Rahmen einer Ernährungsumstellung an dieser Grafik orientiert, kann so gut wie nichts falsch machen, wenn man gesund abnehmen möchte.


Doch besser Low Carb?

Einige Ernährungsexperten raten auch gänzlich von kohlenhydratreicher Nahrung ab, wenn es ums Abnehmen geht. Das Zauberwort heißt Low Carb. Für viele handelt es sich hier aber um eine recht radikale Umstellung der Ernährung. Es geht dabei nämlich um den Verzicht von Kohlenhydraten. Und die finden sich außer in Brot auch teils in Gemüse, vor allem aber in Alkohol, Fruchtsäften, Pasta, Reis und Hülsenfrüchten sowie Milchprodukten. Wenig Kohlenhydrate über die Nahrung aufnehmen kann man entweder im Rahmen einer Diät, die längerfristig angelegt ist. Eine Ernährungsumstellung auf der Basis von Low Carb ist ebenso möglich. Dabei bedeutet diese Umstellung der Ernährung, dass wenig Fleisch und Fisch verspeist, aber viel Gemüse und Obst gegessen wird. Verzichtet wird auch auf Zucker und Fett.


Vorgehensweise

Wer sich vorgenommen hat die Ernährung umzustellen, muss das schrittweise tun. Der Grund: Körper und Seele müssen sich daran gewöhnen andere Dinge zu sich zu nehmen. Jahrelange Gewohnheiten kann man nicht von heute auf morgen ablegen. Die Ernährungsumstellung benötigt daher Zeit. Dafür müssen zunächst einmal die schlechten Essgewohnheiten identifiziert werden.


Lebensmittel austauschen

Die Grundlage für eine künftig gesunde Ernährung ist der Austausch von Lebensmitteln. Hier einige Beispiele:
. statt Wein, Limonaden, Bier sollte Wasser getrunken werden
. keine Chips sondern Gemüsesticks mit leckerem Dip
. statt Bratwurst beim Grillen besser Pilze, Gemüse oder Putenfleisch
. kein Toast oder Croissant, besser Vollkornbrot
. statt Sahneeis besser Wassereis
. keinen Industriezucker sondern Birkenzucker
. statt Schweinefleisch besser Wild oder Pute auf den Teller legen


Ernährung langsam umstellen

Der Trick dabei ist, dass die Lebensmittel nach und nach ausgetauscht werden. Wer an den neuen gesunden Lebensmitteln eine Weile schon Geschmack gefunden hat, dem fällt es nicht schwer auch noch weitere ungesunde Lebensmittel gegen gesunde auszutauschen. So sollte die Umstellung nicht schwer fallen. Wenn man erst einmal seine schlechten Essgewohnheiten identifiziert hat, fällt es nicht schwer die Umstellung der Ernährung immer weiter voranzutreiben.


Selbst kochen und mit Bedacht einkaufen

Auch wenn es gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit schwer sein sollte, selbstkochen ist wenn es ums Abnehmen oder eine Ernährungsumstellung rein wegen der Gesundheit geht, viel besser. Gerade wenn darum geht ungesunde Lebensmittel durch andere zu ersetzen, gibt es gute Gründe, warum man selbst kochen sollte. Aber auch einige Punkte, die durchaus dagegen sprechen könnten:
Pro:
– selbst gekocht schmeckt besser
– man lernt die Lebensmittel kennen
– man probiert mehr Lebensmittel aus
– Geld sparen, da Fertiggerichte teuer sind
Contra:
– Zeitaufwand teils nicht unerheblich
Und auch das Einkaufen der Lebensmittel sollte schon unter dem Aspekt stattfinden, dass auf gesunde Lebensmittel geachtet wird.


Plus Sport und Bewegung

Eine Umstellung der Ernährung ist auf den ersten Blick betrachtet nur der Austausch von ungesunden gegen gesunde Lebensmittel. Wer mit diesem Austausch der Lebensmittel und der Ernährungsumstellung abnehmen möchte, muss auch Sport treiben. Das fördert die Verdauung und lässt die Pfunde schmelzen. Es muss dabei keine anstrengende Sportart sein. Joggen, Golf spielen oder auch Aerobic sind ideal für den Anfang. Die Sportart sollte natürlich den persönlichen Möglichkeiten angepasst sein. Das heißt, auf keinen Fall sollte riskiert werden, dass man Muskeln oder Gelenke zu stark beansprucht.


Fazit

Wer seine Ernährung umstellen möchte, macht das entweder aus freien Stücken oder weil es von der Gesundheit gesehen nötig ist. Wer abnehmen möchte, der hat mit einer Ernährungsumstellung langfristig tatsächlich meist einen größeren Erfolg als wenn man eine Diät beginnt und diese nach kurzer Zeit schon wieder abbricht. Eine Low Carb Diät ist zudem auf Dauer nicht zu empfehlen, wobei der teilweise Verzicht auf Kohlenhydrate in der Nahrung durchaus gut ist für die Gesundheit. Eine Umstellung von ungesunder auf gesunde Lebensmittel sollte aber mit Bedacht und langsam geschehen. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass selbst der Verzicht auf wenige Lebensmittel, die meist nur ausgetauscht werden müssen, schwer fällt und bald schon wieder zu alten Gewohnheiten zurückgekehrt wird. Eine Umstellung der Ernährung auf gesunde Lebensmittel ohne viel Kohlenhydrate und mit nur wenig Fett hilft auf Dauer gesehen natürlich sehr viel besser Pfunde zu verlieren, als eine kurzfristige Diät.