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Heilfasten hat nichts mit Religion zu tun


Als Heilfasten bezeichnet man die nicht religiös motivierte Form des Fastens. Herbeiführen soll das Heilfasten das Entschlacken des Körpers. Auch die Regeneration soll herbeigeführt werden. Der Wünsch der körperlichen Reinigung ist nämlich auch bei den Menschen, die nicht stark oder überhaupt an Gott glauben sehr groß. Und so funktioniert es…


Heilfasten gibt es in mehreren Varianten und in verschieden starken Ausprägungen. Die Dauer beschränkt sich von wenigen Tagen auf bis zu 30 Tage. Das Heilfasten kann natürlich auch länger betrieben werden. Im Mittelpunkt steht – wie auch bei der religiös motivierten Form des Fastens – der Verzicht auf feste Nahrung. Beim „echten“ Heilfasten nimmt man nur Wasser zu sich für die Dauer von ca. 5 bis 6 Tagen. Andere Heilfasten-Formen lassen auch Säfte zu oder Kräutertees bzw. Gemüsebrühe. Das Heilfasten hat dabei den Hintergrund, dass auch der Darm gereinigt wird. Und auch eine seelische Reinigung erhoffen sich viele Anwender und letztlich auch Gewichtsabnahme. Dabei ist der Sinn und Zweck des Heilfastens nicht wirklich das Abnehmen. Es handelt sich vielmehr vordergründig um eine körperliche und seelische Reinigung. Die Vorgänge, die beim Heilfasten vor sich gehen, sind dennoch kompliziert. Kurz beschrieben kann man sagen, dass sich die Zellen reinigen.



Lebensmittel

Heilfasten bedeutet, dass man den Körper von Ballast befreit und dem Körper auch keinen unnötigen Ballast zuführt. Beim Heilfasten wird dies vermieden, indem dem Körper keine feste Nahrung zugeführt wird. Dabei wird der Körper ganz sanft an das Fasten herangeführt. Vorgesehen sind beim klassischen Heilfasten nämlich zwei Entlastungstage. Am nächsten Tag beginnt der Start in den Morgen mit einem Morgentee und das Mittagessen aus einer Gemüsebrühe oder einer Reissuppe. Erlaubt sind auch Haferflocken. Dies wird dann bis zum 12. Tag zirka durchgehalten. Danach wird der Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt.


Tipps

Heilfasten erfordert ein Höchstmaß an Motivation und Durchhaltevermögen. Daher sollte
. der Rückhalt der Familie gegeben sein
. möglichst keine Feiertage dazwischen liegen, damit das Fasten nicht so schwer fällt
. ein Ernährungsplan zurechtgelegt werden.
. man früh zu Bett gehen – besser um 22 Uhr statt um 24 Uhr.


Das klassische Heilfasten hat nichts mit den Fasten-Methoden zu tun, die zur klassischen Fastenzeit – zwischen Fasching und Ostern – betrieben werden. Das echte Heilfasten ist ein tiefgreifender Prozess, der den Körper und den Geist reinigt. Eine Form des Heilfastens verbietet sogar die Benutzung des Internets oder das Fernsehen. Es heißt schließlich: Heilfasten reinigt auch den Geist!


Vorteile

Heilfasten hat den Effekt, dass dadurch Giftstoffe aus dem Körper gespült werden. Die Verdauung wird dadurch angeregt. Das Heilfasten hat zudem auch positive Auswirkungen auf andere Organe, auf die die meist recht ungesunde Ernährung einen sonst schlechten Einfluss hat. Der Körper erhält dadurch die Möglichkeit sich zu regenerieren und sich zu entgiften. Der Verzicht auf feste Nahrung beschleunigt aber auch den Gewichtsverlust. Durch das Entschlacken des Körpers kann es jedoch sein, dass – bzw. ist es wahrscheinlich – dass das Wohlbefinden sichtlich steigt.


Nachteile

Wird das Heilfasten länger als 12 Tage durchgeführt, besteht die Gefahr, dass der Körper Schaden nimmt. Denn durch das Heilfasten wird Eiweiß abgebaut, wodurch sich früher oder später auch die Muskulatur abbaut. Zudem besteht die Gefahr einer Unterversorgung bei Vitaminen und Mineralstoffen. Und wer seinem Darm längere Zeit hinweg „keine Arbeit gibt“, der erhöht das Risiko von Gallensteinen. Was den Abnehmeffekt angeht: Man verliert beim Heilfasten tatsächlich nur wenige Pfunde.


Heilfasten darf auf keinen Fall als klassische Diät angesehen werden. Denn es ist wissenschaftlich nicht einmal belegt, dass es zur Entschlackung führt. Denn Schlacken gibt es dem Verständnis nach in der Welt der Schulmedizin nicht.


Was ist erlaubt, was verboten?

Es gibt verschiedene Formen des Heilfastens. Alkohol ist bei allen Formen des Heilfastens tabu. Die meisten Formen des Heilfastens erlauben es aber neben Wasser bzw. Flüssigkeiten noch andere Lebensmittel zu sich zu nehmen. Neben Alkohol sind auch andere Genüsse tabu, wie Zigaretten oder der Konsum von Zucker.



Sport

Sport ist grundsätzlich während des Heilfastens gestattet bzw. sogar nützlich. Doch die Wahl der Sportart ist wichtig. Dabei gilt: Je strenger gefastet wird, umso kürzer bzw. umso weniger intensiver darf Sport getrieben werden. Yoga oder andere leichte Sportarten sind ideal und sorgen darüber hinaus dafür, dass sich auch der Körper entspannt.


Ähnliche Diäten

Heilfasten gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Die radikalste Form erstreckt sich über eine Zeitspanne von 30 Tagen. Weitere Formen sind
. Molkefasten
. Teefasten
. Teefasten
. Markert-Diät
. Früchtefasten
. Schrothkur
. Buchinger Heilfasten
. Franz-Xaver-Mayr-Kur
. Fasten nach Hildegard von Bingen


Kosten der Diät

Besondere Rezepte für das Heilfasten gibt es nicht. Man spart recht viel Geld, wenn man fastet. Denn der tägliche Einkauf entfällt. Es wird je nach Fastenart eine recht geringe Menge von Lebensmitteln benötigt. Die meisten Ausgaben tätigt man während des Heilfastens für den Kauf von Mineralwasser.


Fazit

Aus schulmedizinischer Sicht sind die Vorteile des Heilfastens nicht genau belegt. Tatsache ist jedoch, dass durch das Heilfasten eingefahrene Ernährungs- und Lebensweisen, die möglicherweise ungesund sind, durchbrochen werden oder auch nur unterbrochen. Der Genuss von Alkohol, von Zigaretten und Süßem ist in der Zeit des Heilfastens völlig tabu. Wer ans Heilfasten glaubt, der wird aber zustimmen, dass dank dieser Kur regelrecht die Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt werden. Vom Verzicht auf Nahrung profitiert natürlich auch das Gewicht. Doch das Heilfasten ist keine Abnehmkur im klassischen Sinn. Denn nach dem Ende der Kur besteht die große Gefahr, dass es zum Jojo-Effekt kommt. Und auch das Durchhalten kann wegen des langen Entzugs von Nahrung sich eher negativ auswirken. Die Fastenkur kann jederzeit unterbrochen werden. Darin liegt der große Vorteil.