Know-How >

Exzessives Abnehmen kann zu Magersucht führen


In den letzten Jahren waren die Medien immer wieder voll mit Berichten über magersüchtige Models. Einige Todesfälle gab es hier auch schon, da Magersucht eine Krankheit ist, die durchaus tödlich verlaufen kann.

Die Betroffenen zeigen dabei eine mangelnde Krankheitseinsicht.

Der Beginn einer Magersucht findet sich meist in dem Wunsch der Betroffenen 5 bis 10 Kilo abzunehmen, womit man seiner Gesundheit durchaus einen Gefallen tut. Der Grund, weshalb Magersucht entstehen kann, ist dass das Gewicht schließlich gehalten werden soll. Das heißt die Speckröllchen sollen nicht wieder kommen. In der Regel erreicht man dies durch eine ausgewogene Ernährung erreichen. Allerdings ist ein großer Teil der Magersüchtigen niemals richtig dick gewesen und hatte auch nie abnehmen müssen. Das Problem ist, dass durch das gewollte Abnehmen eine regelrechte Essstörung entstehen kann.

Mager2Zu den typischen Symptomen von Magersucht gehören:
– ein Körpergewicht unter einem BMI von 17,5
– eine vorliegende Körperschemastörung und eine Gewichtsphobie
– die Vermeidung hochkalorischer Speisen
– ein extrem langsames Essverhalten
– Rituale beim Essen
– häufiges Erbrechen
– Kalorien zählen
– Einnahme von Appetitzüglern
– der Missbrauch von Abführmitteln
– exzessive Gewichtskontrollen über den ganzen Tag hinweg.
Einigen wiegen sogar ihre Ausscheidungen ab
– eine übertriebene körperliche Aktivität durch Sport
– Vermeiden von Situationen, die mit Essen zu tun haben

Eltern tragen oft (Mit-)Schuld
Zum Teil ist es heute so, dass sogar Eltern ihre Kinder regelrecht ins Untergewicht treiben. Eine Magersucht entsteht nämlich nicht nur dadurch, dass der Betroffene selbst eine gestörte Wahrnehmen seines Körpers hat bzw. entwickelt. Außer den Eltern können auch gehässige Mitschüler und natürlich der in den Medien und dem Modelbusiness betriebene Schönheits- und Schlankheitswahn schon junge Menschen hin zur Magersucht bringen. Durch das Gehetze und die zunehmende Kritik entsteht dann das eben genau dieses Bild von einem gestörten Essverhalten entsteht.

Gesundheitliche Folgen der Magersucht
Die gesundheitlichen Folgen von einer Magersucht sind sehr unterschiedlich, wie der Typ Mensch selbst, der betroffen ist. Die gesundheitlichen Folgen von Magersucht können fatal sein:

– Ausbleiben der Menstruation
– gefährliche Herzrhythmusstörungen
– biologische Veränderungen des Stoffwechsels durch den permanenten Hungerzustand
– Nierenschäden
– Osteroporose
– trockene Haut
– brüchige Haare
– Schlafstörungen und die daraus resultierenden Folgen wie Konzentrationsschwäche etc.

Psychische Stöhrungen sind die Folge
Außerdem leidet die Seele und es treten Zwangsstörungen, die sich nicht nur auf das zwanghafte Zählen von Kalorien beschränken, sondern auch durch übertriebene Hygiene äußer und durch Aufräumen der Wohnung und Sparen (bis zum regelrechten Geiz). Hinzu kommen soziale Ängste, wie dass andere einen schlecht bewerten oder abwertend behandeln. Typisch sind auch Trennungsängste und depressive Verstimmungen. Bei vielen Betroffenen entsteht ein hilfloses Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Das Selbstwertgefühl der Betroffenen ist darüber hinaus ebenfalls recht niedrig. Teils tritt bei den Betroffenen ein selbstverletzendes Verhalten auf, das in Selbstverstümmelung und in Selbstmord endet.

Krankheit während früher Lebensphase
Durch die vielen Phasen und durch die falschen Verhaltensweisen verlieren viele Betroffene einen wesentlichen Teil ihrer Kindheit bzw. ihrer Pubertät. Doch gerade dies ist die Phase, in der die Betroffenen Verantwortung fürs eigene Leben übernehmen müssen. Die Magersüchtigen verpassen diese Phase, was sie später im Leben sehr stark spüren, da sie diese Entwicklungsaufgaben überhaupt nicht nachholen können.

Die Magersucht wird zu Beginn oft nicht erkannt oder auf die leichte Schulter genommen. beobachten Sie Ihr Kind genau. Wirkt es auffällig dünn sollten Sie einen Arzt konsultieren und sich vom Teenager nicht mit Ausreden abspeisen lassen.