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GVT – German Volume Training (Deutsches Masse Training)


GVT (auch German Volume Training oder Deutsches Masse Training) wurde anfänglich vor allem von Gewichthebern angewandt. Und zwar um während der sogenannten Off-Season-Periode massive Muskelzuwächse aufzubauen. Es war genauer gesagt der kanadische Gewichtheber Jacques Demers, de das German Volume Training das erste Mal verwendete. Er gewann später, 1984, die Silbermedaille bei den Olympischen Sommerspielen in der Gewichtsklasse 75 Kilo. Vom Trainingserfolg von Demers wohl angestachelt. Erhielt das GVT in den Folgejahren immer größere Bedeutung.

Trainingskonzept

Es handelt sich hier um ein Trainingsprinzip, bei dem der Trainingsplan bzw. die Trainingsübungen persönlich angepasst werden können. Hierbei wird das eigentliche Trainingsprinzip aber stets beibehalten, und zwar sind das im Kern die 10×10 Wiederholungen in den Hauptübungen, die in Verbindung mit Supersätzen durchgeführt werden. Hinter dem German Volume Training steckt eine hohe Wirksamkeit und eine massive Anstrengung, die der Athlet dafür aber auch aufwenden muss. Das 10×10 Wiederholungen Prinzip wird dabei über einige Wochen aufrechterhalten. Danach werden die Bereiche gewechselt, die dem Athleten schwer erscheinen bzw. bei denen der Trainer auch merkt, dass diese Übungen dem Athleten sehr schwer fallen. Ist der Athlet später einmal besser trainiert, können diese Übungen wieder in die 10×10 Wiederholungen einfließen, wenn wieder mit dem Training begonnen wird nach einer Pause bzw. dem Wettkampf. Denn die Wiederholungen reduzieren sich mit der Zeit beim GVT und enden letztlich mit 10×4 Wiederholungen. Das Training bewährt sich aus dem Grund so gut, weil wenn das German Volume Training dann in die Plateauphase geht, der Zuwachs an Muskelmasse beachtlich ist. Diese Phase sollte 7 bis 10 Tage dauern. Danach kann eine weitere GVT-Lektion beginnen. Dabei ist es keine Seltenheit, dass ein Athlet mit einem GVT 3 bis 5 Kilo Muskelmasse aufbauen kann. Dafür muss das
German Volume Training aber auch hart durchgezogen und konsequent überwacht werden.

Ernährung abstimmen

Ein wesentlicher Punkt, damit das GVT überhaupt Sinn macht bzw. seinen Zweck erfüllt ist, dass die Ernährung dem Training angepasst wird. Denn beim German Volume Training handelt es sich um ein Hypertrophieprogramm. Und dieses verlangt eine kontrollierte und genau dosierte und vor allem kalorienreiche Ernährung. Das GVT steht und fällt mit der richtigen Ernährungsweise, die sehr eiweißreich sein muss.

Nichts für Anfänger

Das German Volume Training ist nicht für Anfänger gedacht. Das heißt wer gerade damit anfängt Muskelmasse aufzubauen, der sollte eine andere Trainingsmethode wählen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Der wichtigste ist wohl: GVT ist ein Schocktraining, das nur von erfahrenen Athleten bewältigt werden kann. Selbst den gut konditionierten Athleten wird ein solches GVT-Training manchmal ein bisschen viel. Denn 10/10 Wiederholungen sind schon eine Menge, die von einem Anfänger auf keinen Fall bewältigt werden können. GVT erfordert auch eine hohe Konzentrationsfähigkeit und eine entsprechende Belastbarkeit, über die ein Anfänger häufig noch nicht erbringen kann. Ein Problem stellt auch die Muskelermüdung dar. Und bei Anfänger ist die Verletzungsanfälligkeit sehr hoch, wenn diese ein derartiges Programm durchziehen wollten. Dass die Konzentration bei den vielen Wiederholungen nachlässt, das kann natürlich auch erfahrenen bzw. fortgeschrittenen Athleten passieren. Vor allem die Muskelermüdung ist bei GVT ein großes Problem für die Athleten.

Strapaze für Nervensystem

Das German Volume Training strapaziert wegen der vielen Wiederholungen vor allem zu Beginn recht stark das zentrale Nervensystem. Für die Athleten ist es daher wichtig, dass GVT nur dann angewandt wird, wenn sich der Athlet in einer eher „entspannten“ Phase seines Lebens befindet. Wenn er durch sein Privatleben gestresst ist, zum Beispiel wenn er gerade eine Scheidung durchmacht oder ein Kind geboren wurde, kann durch die Anwendung von GVT kaum ein Erfolg zu erwarten sein. Stress bezweckt nämlich, dass die Leistungsfähigkeit sehr stark nachlässt. Grundsätzlich sollte der Athlet auch diverse Entspannungstechniken während der Trainingsphase anwenden. Yoga oder autogenes Training können das Nervensystem zusätzlich entlasten und es sich schneller wieder erholen lassen, sollte doch mal Stress entstanden sein.

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